eroeffnungsrede
Goldschmiedeschule glänzt zum 90. Bestehen


Mehr als 6000 Schülerinnen und Schüler haben seit ihrer Gründung im Schuljahr 1920/1921 ihre Ausbildung zum Goldschmied / zur Goldschmiedin an der traditionsreichen Berufsfachschule für Goldschmiede  absolviert. Im Rahmen des 90-jährigen Bestehens fand am 10.07.2011 ein Tag der offenen Tür statt, der allen Besuchern die Möglichkeit bot, den angehenden Goldschmieden bei ihren Arbeiten über die Schulter zu schauen. Die Chance, sich selbst in der Goldschmiedekunst zu versuchen wurde von vielen Besuchern angenommen: unter fachmännischer Anleitung wurden beim Rundlauf durch verschiedene Werkstätten attraktive Schlüsselanhänger mit dem Logo der Schule gefertigt.

Besonders schön war es, dass das Jubiläum auch viele Absolventen wieder an den Ort ihrer Erstausbildung zurückgezogen hat, obwohl deren Ausbildung teilweise bereits dreißig bis vierzig Jahre zurückliegt: Im Hintergrund der offiziellen Vorbereitungen wurden Klassentreffen organisiert und zahlreiche Absolventen nutzten die Gelegenheit, sich wieder einmal zu treffen und zu schauen, was aus den Klassenkameraden geworden ist.  

Drei Ausstellungen wurden im Rahmen des Jubiläums eröffnet. Unter dem Titel „Potpourri" präsentierten die beiden diesjährigen Abschlussklassen Arbeiten, die während der Unterrichtszeit gefertigt wurden. „Unsere Ausstellung soll Einblicke in die Bandbereite unseres Könnens geben", spielt Schulsprecher Frederik Oster auf den Titel an, der als Synomym für die Vielseitigkeit der jungen Nachwuchskünstler steht. Aber auch ältere Arbeiten waren zu sehen, z. B. von Esther Meyer, die bereits 1940 ihren Abschluss an der Goldschmiedeschule abgelegt hat.

Etwas Besonderes war auch die Ausstellung der über 45 Gesellenstücke. Gestellenstücke sind normalerweise nie öffentlich zu sehen, da sie am Ende der  eineinhalbjährigen Anschlusslehre angefertigt und allein der Prüfungskommission vorgelegt werden.

Gemeinsam mit anderen Absolventen, die in den 60er-Jahren die Pforzheimer Bildungsstätte besuchten, wurde im Schmuckmuseum am Abend eine weitere Ausstellung unter dem Titel „Hammer, Skizze und CAD" eröffnet. Hier werden noch bis zum 30.10.2011 rund 300 Objekte präsentiert. Namen wie Manfred Bischoff, Karl Fritsch, Georg Dobler, Elisabeth Holder, Winfried Krüger u. a. sind unter den Ausstellern zu finden. Sie alle haben sich mittlerweile als erfolgreiche Designer, Lehrer oder Hochschuldozenten in der Branche etabliert. 

Ausbildung
Gestartet wurde die zweijährige Berufsfachschule im Schuljahr 1920/21 mit zunächst zehn Teilnehmern. Seit langer Zeit ist sie eine der ersten Anlaufstationen, wenn es um eine fundierte Ausbildung im Goldschmiedehandwerk geht. Das Nacheinander von schulischer und betrieblicher Ausbildung gilt als Erfolgsrezept: Gemeinsames Lernen in guter Atmosphäre und ein attraktives, breit gefächertes Ausbildungsprogramm bilden den soliden Grundstock für die zweite Phase der betrieblichen Ausbildung. Sowohl national als auch international wird die Ausbildung an der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule sehr geschätzt. Und: „Die Berufsfachschule für Goldschmiede ist ein sichtbares Zeichen der Marke Goldstadt" ", bestätigt Schulleiterin Sigrid Kopittke.

ausstellungshallerede hammer