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1920
Im Schuljahr 1920-1921 wurde zum ersten Mal an der Schule eine Klasse mit Vollzeitunterricht für Goldschmiede geschaffen. Die zehn Schüler ohne Lehrverhältnis hatten 43 Wochenstunden, später 49. Damit war der Anfang für die heutige Berufsfachschule gesetzt. Für Mädchen mit Goldschmiedelehrstelle wurde ebenfalls die Schulpflicht eingeführt und 1929 auf die Berufe Zeichnerin, Guillocheurin, Emailleurin und Laborantin ausgedehnt.

Mit dem Schuljahr 1920-1921 wurde der Werkstattunterricht in den Pflichtunterricht aufgenommen, was bei den spezialisierten Industrieverhältnissen allgemeine Anerkennung fand.

Den höchsten Schülerstand erreichte die Schule im Schuljahr 1924-1925 mit 2401 Schülern. Der Unterricht musste auf andere Schulhäuser ausgedehnt werden bis 1926 ein Erweiterungsbau der Goldschmiedeschule bezogen werden konnte. Da trat 1926-1927 infolge der wirtschaftlichen Rezession ein Rückgang der Schülerzahlen ein, die im Schuljahr 1928-1929 noch 1067 betrugen. Nur langsam erholte sich die Schmuckindustrie, wodurch die Schülerzahlen wieder stiegen, ohne die Höhe vom Anfang des Jahrzehntes zu erreichen.

Aus heutiger Sicht besondere Berufe waren damals der Steingraveur, Elfenbeinschnitzer, Guillocheur, Zeichner, Emailmaler, Glasschleifer, Ringmacher, Armbandmacher, Gehäusemacher, Dosenmacher, Bleistiftmacher, Former, Metalldrücker, Presser und Probierer.